Finanzbericht 2016

 

Bistum Fulda und Bischöflicher Stuhl


Das Bilanzvolumen des Bistums Fulda erhöhte sich im Jahr 2016 von 634,9 Mio. € auf 658,0 Mio. € (+23,1 Mio. €). Die Kirchensteuern stiegen abermals gegenüber dem Vorjahr, wobei die Dynamik der Steigerungen deutlich nachließ. Der nach den Regeln des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellte Jahresabschluss weißt ein deutlich positiveres Ergebnis als prognostiziert aus. Das liegt zum einen an höher ausgefallenen Erträgen im Bereich der Kirchensteuern aber auch an Ausgaben, die deutlich unter den genehmigten Budgets lagen. In Summe steigerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 8,0 Mio. € 2015 auf 10,6 Mio. € 2016. Somit kann der Geschäftsverlauf des Jahres 2016 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bistums war auch im Jahr 2016 geordnet.


Die Kirchensteuereinnahmen des Bistums Fulda entwickeln sich 2016 trotz des allgemein sehr positiven Wirtschaftstrends nur leicht positiv. Sie stiegen gegenüber 2015 um 0,8 Mio. € auf nunmehr 112,5 Mio. €. Im Bereich der Kirchenlohnsteuern war im Jahresverlauf eine deutlich nachlassende Dynamik zu verzeichnen. Im Bereich der Kircheneinkommensteuern mussten im Jahresverlauf sogar Reduzierungen gegenüber den Vorjahreswerten verzeichnet werden. Auf Gesamtjahresbasis lagen die Kirchensteuern auf die Einkommensteuer deshalb knapp unter dem Vorjahreswert. Die Kirchensteuern auf die Abgeltungssteuer blieben mit 2,9 Mio. € trotz rückläufigem Zinsniveau stabil.


Die Personalaufwendungen des Bistums Fulda erhöhten sich von 51,5 Mio. € auf 63,9 Mio. €. Die Erhöhung ist maßgeblich begründet in der Bildung einer mittelbaren

Pensionsrückstellung in Höhe von 8,0 Mio. € für die 25 Jahre lang zu zahlenden Beiträge an die KZVK, die das bisher erhobene und 2016 rückerstattete Sanierungsgeld ersetzen. Zudem wurden erstmals diverse Rückstellungen für Personalaufwendungen gebildet, die das Ergebnis mit 1,8 Mio. € belasten. Rechnet man die Belastung durch die Bildung dieser Rückstellungen aus den Personalaufwendungen heraus, so zeigt sich, dass der Brutto-Personalaufwand um 2,6 Mio. € oder 5,0 % gestiegen ist. Bedingt durch die rückgehenden Priesterzahlen und der Entscheidung des Kirchensteuerrates, Stellenausweitungen außerhalb der Pastoral zu untersagen, kann davon ausgegangen werden, dass die Gesamtzahl der Geistlichen und Dienstnehmer im Bistum sich weiter reduzieren wird. Ob diese Entwicklung alle zukünftigen Lohn- und Besoldungssteigerungen ausgleichen wird, bleibt abzuwarten.


Das Finanzergebnis des Bistums Fulda beläuft sich 2016 auf 2,0 Mio. €. Aufgrund sinkender Zinsen verringerten sich die ordentlichen Erträge aus den Kapitalanlagen auf 9,6 Mio. €, (-2,4 Mio. €). Auf den Wertpapierbestand konnten Zuschreibungen in Höhe von rund 47 T€ vorgenommen werden; dem stehen rund 36 T€ realisierte Kursverluste entgegen. Weiter belastete das Finanzergebnis die auch im Jahr 2016 notwendige Abschreibung auf die erfolgte Gesellschaftereinlage bei der Gesellschaft für Kirchliche Publizistik Mainz, die den Bonifatiusboten vertreibt (43 T€). Die weiter sinkenden Zinsen bedingten eine deutliche Erhöhung der Beihilferückstellungen. Aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, das u.a. eine Anpassung des § 253 HGB zur Abzinsung von Altersvorsorgeverpflichtungen enthält, führte der Anstieg des Zinssatzes auf 4,01 % zu einer Rückstellungsauflösung in Höhe von ca. 2,7 Mio. €.


Das Anlagevermögen des Bistums Fulda beziffert sich zum 31.12.2016 auf 620,3 Mio. € (94,3 % der Bilanzsumme). Der Anstieg im Bereich der Grundstücke und Bauten von 84,9 Mio. € auf 86,6 Mio. € (+1,7 Mio. €) ist im Wesentlichen durch Nachaktivierungen an Bestandsimmobilien gekennzeichnet (1,0 Mio. €). Zudem ergaben sich Immobilienzugänge durch Spenden (390 T€) sowie Erwerbe (309 T€). Während sich beim Beteiligungsvermögen so gut wie keine Veränderungen ergaben, konnten die Wertpapiere des Anlagevermögens um 10,8 Mio. € aufgestockt werden.

Gewinn- und Verlustrechnung

 
 
 

Lagebericht

 

Verbindlichkeitsspiegel

 
 

Domkapitel

 

Domkapitel


Der Haushalt des Domkapitels setzt sich im Wesentlichen durch Zuweisungen des Bistums und durch Staatsdotationen zusammen. Der Bistumszuschuss deckt die Personalkosten für die Domkapitulare im Dienst der Diözese und die Betriebs- und Kultuskosten des Domes als Bischöfliche Kirche. Die Staatsdotationen lagen 2016 bei 625 T€.  


Zu den Ausgaben des Domkapitels zählen unter anderem der Unterhalt und die musikalisch-künstlerischen Aktivitäten der Chöre am Dom: der Domchor, der JugendKathedralChor, die Domsingschule sowie die musikalische Früherziehung und das Eltern-Kind-Singen. Neben den musikpädagogischen Engagement für Kinder und Jugendliche finanziert das Domkapitel auch die gesangstechnische Weiterbildung der Chormitglieder, so etwa durch Stimmbildung und Gesangsunterricht.


Damit ermöglicht das Kapitel schließlich auch die beliebten Domkonzerte am Fuldaer Dom, die immer in der Passionszeit und Vorweihnachtszeit stattfinden - mit dem Domchor, mit einem profilierten und angesehenen auswärtigen Orchester und mit ausgezeichneten Gesangssolistinnen und Solisten.


Da die Zuweisungen des Bistums den Haushalt des Domkapitels regelmäßig ausgleichen, hängt deren Höhe maßgeblich vom Jahresergebnis des Haushaltsjahres ab und ist seinen Schwankungen unterworfen. Zum Ausgleich des Haushalts 2016 werden durch das Bistum 666 T€ bereitgestellt. 

  

Die hohen Schwankungen erklären sich durch die notwendigen Zuführungen zu den Pensions- und Beihilferückstellungen für die amtierenden und emeritierten Domkapitulare. Die Höhe der notwendigen Rückstellungen ergibt sich u. a. aus dem aktuellen Personalbestand, der rechnerischen Lebenserwartung der entsprechenden Personen sowie dem zugrunde gelegten Rechnungszins. 


Auf Entnahmen an den Pensionsrücklagen konnte im Jahr 2016 verzichtet werden. Einen Teil der Ausgaben für Fahrten und Freizeiten der Chöre am Dom wurden durch Inanspruchnahme der entsprechenden Rücklagen finanziert.

Gewinn- und Verlustrechnung

 
 

Priesterseminar

 

Priesterseminar


Das Priesterseminar Fulda verfügt über eine eigene Rechnungslegung. Haushaltsplan und Jahresabschluss werden nach den Grundsätzen der kameralen Buchführung erstellt und berechnet. Eine Umstellung auf die doppelte Buchhaltung, die bei Bistum und Domkapitel schon praktiziert wird, ist zum 01.01.2019 geplant.

 

Das Priesterseminar verfügt über einige wenige eigene Erträge, insbesondere Mieten und Pachten in Höhe von rd. 104.000 €. Zum Ausgleich der Jahresrechnung sind Zuschüsse des Bistums notwendig. So finanziert das Bistum die Personalkosten und den gesamten Bauunterhalt. Ein verbleibendes Defizit wird ebenfalls durch Zuschüsse des Bistums ausgeglichen.


Die Erträge des Priesterseminars belaufen sich inklusive der Bistumszuschüsse im Jahr 2016 auf rd. 1,385 Mio. €, wohingegen Aufwendungen von 1,485 Mio. € zu Buche schlagen. Demnach sinken die Rücklagen des Priesterseminars um 100.000 €.

 

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